Einsatz von Industrierobotern im Mittelstand

Einsatz von Industrierobotern im Mittelstand, Industrieroboter KMU

Die Einsatzmöglichkeiten für Industrieroboter wachsen kontinuierlich, so dass immer mehr Aufgaben automatisiert werden können. Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben Bedarf an Automatisierungslösungen, sind aber noch nicht bereit, sich einen Roboter anzuschaffen. Die größten Hindernisse sind die hohen Investitionskosten und das nötige Know-how für die Programmierung, das im eigenen Unternehmen meist nicht vorhanden ist. Doch die Prognosen für 2019 stehen gut:

Kosten für Industrieroboter sinken

Bei einer Befragung von Bitkom 2018 gaben 72 Prozent aller Betriebe an, dass die hohen Investitionskosten in Automatisierungslösungen den Einsatz von Industrie 4.0 im Unternehmen blockieren. Einige Roboterhersteller arbeiten an günstigeren Einsteigermodellen, die es KMU ermöglichen sollen, die Automatisierung möglichst früh in Angriff zu nehmen. Kollaborierende Roboter, die vor 10 Jahren kaum unter 50.000 Euro zu kaufen waren, gibt es heute schon ab ca. 15.000 Euro. Darüber hinaus wird der Einsatz von Industrierobotern durch neue Technologien immer flexibler, sodass ein Roboter für verschiedene Aufgaben im Unternehmen eingesetzt werden kann.

Flexibler Einsatz von Industrierobotern

Bisher mussten Unternehmen für die Programmierung der Funktionsabläufe eigenes Know-how aufbauen oder auf teure, externe Dienstleister zurückgreifen. Darum werden Industrieroboter bisher vor allem für monotone Aufgaben eingesetzt – wie beispielsweise in der Automobilbranche. Sie bestellt 40% aller Industrieroboter weltweit und setzt sie vorwiegend für die Automatisierung in der Produktion ein. KMU hingegen müssten, damit sich die Anschaffung lohnt, den Industrieroboter für verschiedene Aufgaben einsetzen. Darum ist es wichtig, dass der Roboter beispielsweise in der Lage ist, morgens andere Tätigkeiten zu übernehmen als nachmittags.

Roboter selbst programmieren

Roboterprogrammierung so einfach wie die Bedienung eines Smartphones – das ist schon heute möglich. Mit der intuitiven Software von drag&bot können Roboter ohne Entwicklerkenntnisse instruiert werden. Die Funktionsabläufe werden in der Cloud-Lösung nach dem Drag-and-Drop-Prinzip zusammengefügt. Dabei unterstützen verschiedene Bedien- und Eingabehilfen, sogenannte Wizards. Der Nutzer führt den Roboterarm manuell an die gewünschte Position, die Koordination ermittelt der Wizard anschließend automatisch. Im System werden dann die Tätigkeiten festgelegt wie beispielsweise Schraublöcher, Kraftregelungen und die Lokalisation von Werkstücken. Vorteil: Unternehmen, die mehrere Roboter besitzen, haben die Möglichkeiten, bereits programmierte Abläufe über die Cloud zu teilen und so die Funktionsabläufe mehrfach zu nutzen. Die Software funktioniert hardwareunabhängig und unterstützt derzeit ABB, Kuka, , Fanuc, Denso und Universal Robots.