Kollaborativer Roboter vs. klassischer Industrieroboter

Der Hype um kollaborierende Roboter, kurz Cobots, ist ungebrochen, fast überall auf Veranstaltungen, Vorträgen oder Beiträgen liest und hört man warme Worte für diese neue Art von Robotern. Die typischen Vorteile lauten:

Seltener werden die Herausforderungen von Cobots erwähnt, die den meisten Unternehmen, erst nach der Anschaffung der ersten Cobots bewusst werden:

  • Keine zusätzliche Sicherheit nötig: Stimmt, wenn man 2-3x so viel für die CE-Abnahme ausgibt, teure, kollaborierende Greifer und Werkzeuge einsetzt und keine Änderungen der Applikation machen muss. Die Voraussetzung für einen kollaborative Roboteranwendung (d.h. Ohne zusätzliche Sicherheit per Abtrennung, Lichtschranke oder Abstandssensor) ist eine individuelle, aufwändige Sicherheitsanalyse durch einen externen Experten. Zudem Bedarf jede Änderung der Anwendung eine erneuten Sicherheitsanalyse – flexible, kostengünstige Anpassungen im Betrieb ausgeschlossen. In der Praxis werden deshalb mehr als 95% aller Cobots mit zusätzlicher Sicherheit betrieben – weniger als jeder 20te Cobot arbeitet kollaborativ! 
  • Cobots und kollaborierende Anwendungen sind teurer: Ein Cobot kostet heute typischerweise zwischen EUR 20.000,– und 35.000,– Listenpreis je nach Hersteller, Reichweite und Traglast. Für den gleichen Betrag erhalten Sie heute bereits ein vorkonfiguriertes, ready-to-deploy Bundle bestehend aus “Industrieroboter + flexibler Programmierung + Greifer + Kamera + Sicherheitssensor” – statt einen nackten Cobot. Hinzu kommt: Kollaborative Greifsysteme sind viel teuerer als normale Greifsysteme und können weniger individuell ausgewählt werden. 
  • Mehr Flexibilität, weil einfacher zu bedienen: Stimmt, aktuell sind klassische Industrieroboter häufig noch Zeile-für-Zeile zu programmieren, während Cobots in der Regel graphisch programmiert werden. Mit drag&bot sind klassische Industrieroboter aber genauso einfach grafisch zu programmieren wie Cobots! Für typische Anwendungen hat drag&bot außerdem Programm-Vorlagen und bieten Schritt-für-Schritt Anleitungen hin zur fertigen Roboteranwendung.
  • Cobots sind zu langsam und ungenau: Die Wiederholgenauigkeit von Cobots liegt i.d.R. bei +/- 0,1 mm, klassische Roboter sind um den Faktor 3-10 genauer. Eine höhere Genauigkeit führt zu einer höheren Prozesssicherheit und weniger Ausfällen und Nachteachen im Betrieb. Die Bewegungsgeschwindigkeit von Cobots liegt in der Größenordnung von 0,5-2 m/s, ein typischer, klassische Industrieroboter schafft locker 3 m/s. Was im Datenblatt nach wenig Unterschied aussehen mag, kann einen großen Gewinn bei der Taktzeit bedeuten, die wieder direkt den ROI beeinflusst.   
 
  • Cobots gehen schneller kaputt: Wir wissen aus eigener Erfahrung in der Zusammenarbeit mit großen Automobilhersteller und Zulieferer, dass viele Cobots nach 1-2 Jahren im Dauerbetrieb kaputt gehen und teilweise sogar vorsorglich nach 18 Monaten ausgetauscht werden. Viele Industrieroboter haben eine sehr hohe Qualität und sind für den Dauereinsatz über +5 Jahre ausgelegt.

Wenn Ihnen als das nächste Mal wieder jemand einen Cobot verkaufen möchte, seien sie kritisch und prüfen Sie genau, ob nicht die Vorteile eines Industrieroboters für Ihre Anwendung überwiegen.

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